Unterfeld
Süd

Im Gebiet Unterfeld Süd entsteht neuer Wohn- und Lebensraum. Die Grundstrukturen des neuen Quartiers haben Vertreter der Bevölkerung von Baar gemeinsam mit Experten in einem mehrstufigen Planungsprozess unter der Führung der Gemeinde festgelegt. Zentrale Elemente sind ein grosszügiger Quartierplatz, Begegnungsorte und der Erhalt des Grünraums beim Stampfibach, der die Gemeindegrenze zwischen Zug und Baar markiert. Daraus resultiert eine Anpassung der Bauordnung und des Zonenplans, über welche die Baarer Bevölkerung am 27. September 2020 abstimmen wird. Danach folgen die Entwicklung und architektonische Gestaltung der einzelnen Baufelder. Der frühestmögliche Baubeginn ist zirka 2023.

Die Erkenntnisse aus dem kooperativen Planungsverfahren wurden in einen Quartiergestaltungsplan überführt, aus dem unter anderem das maximal mögliche Bauvolumen, die Freiraumelemente und die künftigen Nutzweisen hervorgehen. Die architektonische Gestaltung erfolgt erst nach der Abstimmung über die notwendige Anpassung der Bauordnung und des Zonenplans.

Wohnen in der Genossen­schaft Familie Baar: Zentral, preiswert, miteinander, unkompliziert!

«Das Projekt Unterfeld Süd mit einem breiten Wohnungsmix ermöglicht unserer Genossenschaft, in Zukunft Menschen verschiedenen Alters aus der Region vor, in oder nach der Familienphase mit Kindern bezahlbaren Wohnraum in passender Grösse zur Verfügung stellen zu können.»
Sonja Da Rold, Genossenschafterin Wohnbaugenossenschaft Familie Baar und Mieterin Schürmatt

Der Partizipations­prozess hat mich überzeugt

«Die Beteiligung der Bevölkerung bei Planungsprozessen spielt zunehmend eine wichtige Rolle. Für die Entwicklung eines neuen Projekts auf dem Unterfeld wurde dazu von der Gemeinde Baar und den Projektverantwortlichen ein vorbildliches Verfahren initiiert. Dabei hat mich insbesondere die Idee überzeugt, im Partizipationsprozess den Vertretern aus der Bevölkerung ein Fachgremium direkt gegenüberzustellen und so den Dialog zu ermöglichen.»
Thomas Baggenstos, Mitwirkender Prozess, dipl. Architekt ETH/SIA/FSAI, Präsident Bauforum Zug

Die Ergebnis­­offen­heit­ war eine zentrale Voraus­setzung

«Der breite Dialog und die grundsätzliche Ergebnisoffenheit der Grundeigentümer für neue Ansätze haben eine tragfähige Lösung ermöglicht. Wir haben bewusst Befürworter und Gegner des alten Projekts zur Mitwirkung eingeladen. Das Fachgremium mit den externen Experten konnte so die Erarbeitung nicht nur mit den Grundeigentümern und der Verwaltung besprechen, sondern auch mit einer Vertretung aus der Bevölkerung. Auch die direkt betroffene Nachbarschaft wurde angehört.»
Roman Dellsperger, moderat GmbH, von der Gemeinde Baar beauftragt für die Moderation und das Prozessdesign

Planung mit Werkstattcharakter

Was passt zu Baar? Was für ein Quartier stellen wir uns vor? Während sechs Monaten entwickelten rund 50 Beteiligte in einem iterativen Mitwirkungsprozess ein neues städtebauliches Konzept für das Gebiet Unterfeld Süd, das diese Fragen beantwortet.

Nachdem sich die Bevölkerung von Baar im Frühjahr 2017 gegen eine grenzübergreifende Planung auf dem Unterfeld ausgesprochen hatte, initiierte der Gemeinderat ein kooperatives Planungsverfahren über das Teil-Areal auf dem Gemeindegebiet von Baar. Dazu berief Baar ein Gremium mit Fachexperten aus den Bereichen Städtebau und Landschaftsarchitektur, Behördenvertretern und Grundeigentümern sowie einem Reflexionsgremium ein. Letzteres bestand aus Anwohnern, Befürwortern und Gegnern des früheren Projekts, aus Mitgliedern von Fachgremien und Verbänden sowie den Ortsparteien.

Auf diese Grundstruktur haben sich die Beteiligten im Schlussworkshop geeinigt (Grafik: Eckhaus AG / S2L GmbH)

Die neue Planung Unterfeld besteht aus vier Baufeldern, die etappiert überbaut werden können und zeichnet sich durch eine Vielzahl an privaten und öffentlichen Freiräumen aus – wie beispielsweise einen Quartierplatz, einen grosszügigen Boulevard für den Langsamverkehr und einen Wohnhof. Der Grünraum entlang des Stampfibachs bleibt erhalten und markiert die Gemeindegrenze.

Die bauliche Dichte und die Höhe der einzelnen Gebäude orientieren sich an der Umgebungsbebauung und fügen sich in das Ortsbild ein. Es sind drei Höhenakzente mit einer Höhe von 40, 50 sowie – als Auftakt bei der Stadtbahnhaltestelle – 60 Metern geplant. Der Wohnraum orientiert sich an den Baarer Bedürfnissen. So ist unter anderem ein angemessener Anteil an preisgünstigen Wohnungen geplant.

Landeigentümer sind Implenia und die Erbengemeinschaft Stocker. Die beiden Baarer Wohnbaugenossenschaften Familie Baar und Liberale Baugenossenschaft Baar sind weiterhin an der Entwicklung interessiert.

Baubeginn frühestens im Sommer 2023

Das Hochhaus bei der S-Bahn-Haltestelle und das benachbarte Business-Gebäude werden voraussichtlich als erste Etappe realisiert und dazu in einen gemeinsamen Bebauungsplan überführt. Dieser wird durch die Gemeinde Baar in Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern ausgearbeitet. Die Gemeindeversammlung wird frühestens im Sommer 2022 über einen ersten Bebauungsplan entscheiden können. Bei einem positiven Entscheid könnte im Sommer 2023 der Baubeginn erfolgen. Die übrigen Baufelder werden parallel dazu entwickelt und in nachfolgenden Bauetappen realisiert. Was die Korporation Zug auf der Stadt Zuger Seite planen wird, ist noch offen. Nach dem Neustart der Planungen haben sich alle Grundeigentümer für ein unabhängiges Vorgehen entschieden.

Kontakt

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